Historisches

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Dormettingen kann auf eine lange und bewegte Vergangenheit zurück blicken. Bevor jedoch Dormettingen durch seine erste urkundliche Erwähnung aus dem Dunkel der Geschichte tritt, hatten sich in unserer Heimat und in der näheren Umgebung in den Jahrhunderten davor viele Generationen und Völker nieder gelassen.

 


Die erste urkundliche Erwähnung von Dormettingen erfolgte im Jahre 786, als Graf Gerold, der Schwager Karls des Großen, Güter unseres Ortes an das Kloster St. Gallen schenkte. Der Ort trat damals auf als „Toromoatingen“, Jahr 793 als Tormuotinga“ und 1056 als „Dormutingan“. Als weitere Inhaber von Höfen treten in dieser Zeit Reichenau, Kloster St. Georgen und Kloster Rottenmünster auf. Die Umstände, durch welche Dormettingen an die Herrschaft Kallenberg kam, sind bis heute noch nicht erforscht. Im Laufe der Jahre und Jahrhunderte kam es zu mehreren Verkäufen und Verpfändungen bis dann im Jahre 1806/07 der Ort dem württembergischen Oberamt Balingen und 1810 dem Oberamt Spaichingen unterstellt wurde. Zum Oberamt Rottweil kam Dormettingen 1842 und zum Kreis Balingen schließlich im Jahre 1938. Seit der Kreisreform 1973 gehört Dormettingen zum Zollernalbkreis.

 


Die Pfarrei von Dormettingen, erstmals im Jahre 1275 erwähnt, wurde 1970 dem Dekanat Balingen zugeteilt. Die Dorfkirche wurde in den Jahren 1712 – 1723 errichtet. Nach dem großen Brand von 1826, dem wohl auch das alte Schulhaus mit der Ratstube zum Opfer fiel, wurde 1828 ein Schul- und Rathaus erbaut.


Während der langen Geschichte von Dormettingen hatten seine Einwohner oft große Not zu ertragen. So wurden viele Menschen durch die Realteilung der Grundstücke und durch Missernten gezwungen, die Heimat zu verlassen. Nicht zuletzt durch die beiden Weltkriege im vergangenen Jahrhundert musste Dormettingen große menschliche und materielle Opfer bringen.


Nachdem Dormettingen ursprünglich rein bäuerlich gewesen war, gingen gegen Ende des 19. Jahrhunderts immer mehr Bewohner gewerblichen Tätigkeiten nach bzw. setzte dann die Pendelwanderung in die Fabriken nach Balingen und später auch nach Dotternhausen ein.